In- oder Exspiratorischer Stridor? Keine Angst. Günter zeigt Dir in 60 Sekunden, was zu tun ist!

Heute zeigen wir Dir, welche Möglichkeiten bei einer Atemweg-Obstruktion bleiben, sollte mal kein Tubus vorhanden sein. Wir zeigen die Unterschiede einer partiellen vs. kompletten Atemwegsobstruktion auf, welche simplen Handgriffe die Situation schlagartig verbessern können und welche Kontraindikationen es bei HWS Traumata gibt. Günter wird Dir dabei feinste Stubenmusik oder Rock n‘ Roll spielen – Du entscheidest.

Wir haben für Dich dazu ein passendes ein 60 sekündiges Lehr-Video, das wir Dir empfehlen anzusehen:[/fusion_text]

Weitere Infos zum Thema Atemweg Obstruktion:

Pharyngeale Obstruktion vs. Laryngeale Obsruktion

1. Pharyngeale Obstruktion

  • Verlust des pharyngealen Muskeltonus durch Dysfunktion des ZNS (Anästhesie, Trauma, Schlaganfall, Koma)
  • anatomische und passive Atemwegsobstruktionen (obstruktive Schlafapnoe)
  • raumfordernde dynamische Prozesse (Tumor, Schleimhautödem, Abszess, Hämatom,..) und
  • Fremdkörper (Zähne, Erbrochenes, Fremdkörper,..)

2. Laryngeale Obstruktion:

  • meist durch erhöhte laryngeale Muskelaktivität bedingt oder als Reaktion auf Fremdkörper bedingt (Sekret, Erbrochenes, Fremdkörper, Tumor)

 

Klinische Diagnose einer oberen Atemwegsobstruktion

Partielle Atemwegsobstruktion

  • laute in-, exspiratorische Atemwegsgeräusche.
  • Schnarchende Geräusche während der In-, Exspiration: typisch für eine partielle Obstruktion im Oro-, Hypopharynx
  • Stridor, krächzen v.a. bei Inspiration: laryngeale Obstruktion, partieller Laryngospasmus

Komplette Atemwegsobstruktion

  • Fehlende Atemgeräusche, keine Thoraxekursion
  • Einsatz der Atemhilfsmuskulatur (Treppenmuskeln)
  • Einziehungen (sternal, interkostal, epigastrisch)
  • Agitation, hypoxische Encephalopathie

 

Aufrechterhaltung/Wiederherstellung des Atemwegs

  • Fehlender Tonus der Mund-, und Zungenmuskulatur kann zum obstruktiven Atemwegsnotfall  – Zurückfallen der Zunge an die Rachenhinterwand –  führen
  • Notfall kann verstärkt werden durch Flexion der Halswirbelsäule u/o durch den offenen Mund
  • Abstand zwischen Kinn und Kehlkopf ist in diesem Fall sehr gering
  • Jede Intervention die diesen Abstand vergrößert kann ev. die Obstruktion mildern

 

Einfache Atemwegsmaßnahme

1. Kopf überstrecken und Kinn anheben

  • Kopf überstrecken im atlanto-occipital Gelenk bei geschlossenem Mund
  • Ggf. optimiert durch Kopferhöhung 2,5-10 cm (Schnüffelposition)
  • Einfachstes und erstes Manöver bei Reanimation
  • CAVE: V.a. HWS-Verletzung

2 .Unterkiefer vorschieben

  • Hebt den Zungenbein  und die Zunge von der Rachenhinterwand ab
  • Protrusion des Unterkiefers vor die Zähne des Oberkiefers mit leicht geöffnetem Mund
  • Schwierig mit nur einer Hand durchzuführen

3. Tripple Airway Manöver

  • Kopf überstrecken, Kinn anheben, Unterkiefer vorschieben, Mund offen

 

Tripple Atemwegs Manöver

Durchführung

  • Kopfüberstrecken und Kinn anheben kombiniert mit dem Anheben des UK durch Subluxation des UK-Gelenkes mit beiden Händen
  • Halte den Mund in einer offenen Position nach dem Manöver

Indikation

  • Exspiratorische Obstruktion nach dem Kopfüberstrecken Kinn anheben und Anheben des Unterkiefers
  • Kontraindikationen
  • Fraktur oder disloziertes Kiefergelenk, wacher Patient
  • V.a. HWK Verletzung

Komplikationen

  • Gelenkdislokation, Zahnschaden
  • Schmerzen im HWS Bereich, eingeklemmte cervikale Nervenwurzeln

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