Asthma ist eine chronische Lungenerkrankung, die Episoden von Husten, pfeifende Atemgeräusche und Kurzatmigkeit verursacht. Wie viele chronischen Krankheiten kann Asthma nicht geheilt werden, ist aber sehr gut therapierbar.

Häufige Symptome bei Asthma bronchiale

Husten: Starke Hustenanfälle deiner Patienten stehen oft an der Tagesordnung. In der Nacht sind die Hustenanfälle meist schlimmer als am frühen Morgen. Oft ist starker Husten das einziges Symptom. Der Husten kann dabei ohne Auswurf – also trocken sein – oder mit Auswurf einhergehen.

Pfeifen: In der Exspiration (Ausatmung) entsteht ein pfeifendes Atemgeräusch. – wir nennen es auch exspiratorischen Stridor. Manchmal ist ein Pfeifen von Weitem schon zu hören, manchmal brauchst du aber ein Stethoskop, um es wahrzunehmen.

Engegefühl in der Brust: Viele Patienten beschreiben ein Engegefühl in der Brust. Da die Ausatmung erschwert ist, kommt es zum gefühlten Druck auf der Brust, der nicht mit einem Herzinfarkt verwechselt werden darf.

Kurzatmigkeit: Deine Patienten zeigen sich atemlos und im schweren Asthmaanfall daher auch manchmal panisch.

Interessant ist, dass im beschwerdefreien Intervall diese genannten Symtome komplett fehlen.

Wie wirkt sich Asthma auf die Atemwege aus?

Unsere Lungen bestehen aus kilometerlangen winzigen Atemwegen, von den großen Atemwegen der Trachea (Luftröhre) angefangen, bis hin zu den winzigen kleinen Alveolen – wo schließlich der Gasaustausch stattfinden muss.

Bei einem Asthmaanfall entstehen 3 Hauptprobleme:

  • Es kommt auf Grund von Schleimhautödemen der Atemwege zur Obstruktion.
  • Eine erhöhte Schleimsekretion (Hyperkrinie) behindert die Atemwege.
  • Die glatte Muskulatur der Atemwege wird spastisch und verkrampft, wodurch dein Patient am Ende nicht mehr optimal ausatmen kann. Es kommt daher zum Bronchospasmus.

Welche Faktoren begünstigen die Entstehung von Asthma?

Jeder Mensch kann an Asthma erkranken. Forscher glauben, dass viele genetische und ökologische Faktoren eine gemeinsame Rolle spielen.  Insbesondere in den ersten Lebensjahren, dürften die Weichen zur Entstehung  von Asthma gestellt werden.

Diese Punkte machen eine Erkrankung von Asthma wahrscheinlich:

  • Eine positive Familienanamnese
  • Die Exposition gegenüber Passivrauch in der frühen Kindheit
  • Mütter, die während der Schwangerschaft rauchen, unterstützen die Entstehung von Asthma beim ungeborenen Kind
  • Abgase und Luftverschmutzung, Innenraum-Allergene wie Hausstaubmilben, Schaben und Schimmelpilze, chemische Reizstoffe oder Industriestäube am Arbeitsplatz wurden alle als Risikofaktoren für Asthma identifiziert.
  • Jüngste Studien haben gezeigt, dass Kinder, die vor der 38. SSW geboren wurden, ein höheres Asthma-Risiko im späteren Leben haben.

Wir unterscheiden 2 Formen von Asthma

Man unterscheidet das allergische (exogene) vom nicht-allergischen (intrinsischen) Asthma. Bei Kindern tritt vor allem das allergische Asthma auf, bei Erwachsenen vor allem das nicht-allergische Asthma.

Allergisches Asthma und seine Auslöser

Allergisches Asthma wird durch äußere Reize bzw. Allergen ausgelöst. Es kommt dabei zur Ausschüttung von Botenstoffen wie Histamin, Leukotrienen und Bradykininen, die über eine Kontraktion der glatten Muskulatur im Bronchialbaum zum Bronchospasmus führen. Auslöser können sein:

  • Allergene wie Schimmelpilze, Pollen und Gräser
  • Allergene in Innenräumen, wie Hausstaubmilben, Schaben oder Haustierhaare.
  • Auch Lebensmittelallergene können Asthmaanfälle auslösen.

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Nicht-allergisches Asthma und seine Auslöser:

Das nicht-allergische Asthma wird hingegen durch folgende Reize ausgelöst:

  • Zigarettenrauch und Passivrauchen
  • Luftverschmutzung, chemische Dämpfe und starke Gerüche
  • Körperliche Anstrengung
  • Erkältungen, Grippe und andere Atemwegserkrankungen
  • Hormonelle Veränderungen
  • Wetterbedingungen, wie kalte Luft, Feuchtigkeit oder Gewitter
  • Starke Wetteränderungen
  • Emotionale Angst und Stress, einschließlich Lachen oder Weinen
  • Einige Medikamente, darunter Aspirin, alle NSARs (nicht-steroidale entzündungshemmende Medikamente wie Ibuprofen) und Betablocker.
  • Säure-Reflux oder GERD, mit oder ohne Sodbrennen

Die richtige Asthma-Therapie und die Diagnose-Sicherung

Im 2. Teil unseres Blogbeitrags werde ich dir die Asthmatherapie und Diagnose-Sicherung ganz genau erklären:

Hier geht es zum 2. Teil unserer Serie „Asthma Diagnose und Therapie verständlich erklärt!“

Fazit

Asthma ist eine lebenslange chronische Krankheit, die derzeit leider noch nicht geheilt werden kann. Sollte dein Patient an Asthma leiden, so ist anzunehmen, dass er auch in weiterer Zukunft trotz Therapiebemühungen von Asthmaanfällen nicht vollkommen verschont bleibt.

Mit deiner richtigen Diagnose-Stellung, einer sorgfältigen Behandlung und dem richtigen Einsatz von Medikamenten können deine Patienten Jahre lang eine sehr gute Lebensqualität erreichen. Schlecht eingestellte Asthma-Patienten können jedoch langfristig sehr schwere Lungenschäden erleiden. Daher ist es umso wichtiger, dass du in der Diagnose-Sicherung sattelfest bist.

In echten Workshops kann ich mich zum Thema Asthma weiterbilden:

Auf unserem Beatmungs-Symposium zeigen wir dir, wie man Asthma bronchiale erkennt und medikamentös behandelt. Im Praxisteil Spirometrie erklären wir dir zum Beispiel, wie du eine Spirometrie bzw. einen Lungenfunktionstest richtig durchführst und auswertest.

Es wäre mir eine große Freude, dich schon beim kommenden Beatmungs-Sysmposium persönlich kennen lernen zu dürfen. Herzlichst, Dein Daniel

Ja, ich bin am kommenden Beatmungs-Symposium interessiert.

 

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