Diese 5 Kinder-Notfall-Szenarien forderten heraus: Hättest du sie gelöst?

Unsere PALS-Kurse sind 2-tägige Praxis-Trainings, in denen unsere Teilnehmer nicht nur stur einem Lehrplan folgen. Wir gehen auch auf aktuelle Ängste und Bedürfnisse aus dem medizinischen Alltag ein. Unser Simulator lässt uns jede pediatrische Notfallsituation perfekt nachstellen. Und die Teilnehmer können solange üben und mit uns debriefen, bis jeder Handgriff perfekt sitzt.

Am letzten Samstag forderte wieder ein gesunder Mix aus Lehrplan-Simulationen und Wunsch-Simulationen unsere Teilnehmer heraus. Sieh dir an, wie sie reagiert haben und gönne dir auch das Rätsel, ob du all diese Situationen gut gemeistert hättest. Viel Spaß beim Lesen!

1) Fremdkörperaspiration

Ein Kleinkind mit 5 Jahren aspiriert eine Haselnuss, läuft in Kürze blau an im Gesicht und wird bewusstlos. So lautete das Briefing für unsere PALS KursteilnehmerInnen

Jetzt ist richtiges Handeln gefragt. Durch fünf starke Schläge zwischen die Schulterblätter und ein beherztes Heimlich-Handgriff Manöver probierten Maria und Joachim den Fremdkörper zu mobilisieren. Trotzdem wurde das Kind in weiterer Folge reanimationspflichtig. Nur durch eine Notfall-Intubation konnte der Atemweg gesichert und der Fremdkörper in den linken Hauptbronchus geschoben werden. Dieses Manöver rettete am Ende der kleinen Evi das Leben! Ihr habt das wirklich gut gemacht! Bravo!

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2) Allergischer Schock auf Erdnuss

Der kleine Hugo isst genüsslich seinen Geburtstagskuchen. Leider jedoch zeigt Hugo sehr schnell sämtliche Zeichen eines allergischen Schocks. Hauterytheme, inspiratorischer Stridor, beidseitige Lungenödeme und ein dekompensierter Schock deuten auf die Nussallergie hin.

Susan, Stella, Lucas und Belinda mussten durch großzügige Adrenalin Gabe und viel Volumentherapie ein drohendes Ersticken des Kleinkindes abwenden. Es erforderte eine gute Teamkommunikation, viel Erfahrung und Fingerspitzengefühl, um eine Reanimation abzuwenden. Doch wir dürfen euch mitteilen, dass die vier das Albtraum-Szenario gekonnt meisterten. Wir sind stolz auf euch!

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3) Pulslose elektrische Aktivität

Warum auch immer – die kleine Johanna, eben 4 Jahre alt geworden – fällt bewusstlos zu Boden. Das Notarztteam findet eine pulslose elektrische Aktivität (PEA) vor.

Gute Teamführung und ausgezeichnete Reanimationsleistung mit wenig Hand-Off Zeiten machen einen ROSC nach 8 Minuten möglich! Ursula und Fiona arbeiten hart und können aufatmen – der Einsatz hat sich gelohnt! Johanna kann ins Krankenhaus eingeliefert werden! Eine Hypoglykämie war scheinbar der Auslöser. Wie gut, dass Fiona und Ursula die 5Hs und 5Ts durchgegangen sind! Gratulation euch beiden!

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4) Beinahe Ertrinken mit Asystolie

Schwimmbäder sind sehr gefährlich. Vorallem wenn der kleine Sasha unbeaufsichtigt Wasser holen will und reinfällt. Minuten später wird von der Mutter die Tragödie bemerkt und sofort mit Laienreanimation begonnen.

Das Notarztteam übernimmt nach 4 Minuten, legt einen intraossären Zugang bei Zentralisierung und verabreicht 10 Mikrogramm pro Kilogramm Adrenalin. Am Ende hat Lucas gut lachen, als das Kind wieder Lebenszeichen von sich gibt und sich zu bewegen anfängt. Gute Teamführung machte sich am Ende bezahlt. Gut gemacht!

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5) Instabile tachykarde Rhythmusstörung auf Grund Hyperkaliämie bei Nierenerkrankungen

Unser Kinderkardiologe Joachim wünschte sich schon zu Kursbeginn eine Rhythmusstörung beim Kleinkind. Gerne gingen wir auf seinen Wunsch ein: Magdalena – ein 1 jähriges nierenkrankes Kind kommt in die Notfallaufnahme auf Grund von Unwohlsein. Joachim stellt sofort dank seiner guten EKG Kenntnisse eine tachykarde supraventrikuläre Rhythmusstörung mit Couplets fest.

Problem war jedoch, dass der Druck kaum mehr messbar war, somit die kleine Magdalena eine instabile Form einer Tachykardie zeigte. Es wurde Adenosin verabreicht, was jedoch keine Wirkung zeigte. Erst eine Kardioversion konnte mit 0,5 Joule pro kg Körpergewicht den Rhythmus stabilisieren. Auslöser war eine Hyperkaliämie auf Grund starker Dehydrierung bei hochsommerlichen Temperaturen! Joachim hat der kleinen Magdalena durch schnelles und richtiges Handeln das Leben gerettet! Bravo!

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