Gerade in der heutigen Zeit werden Impfungen so kontrovers wie nie zuvor diskutiert. Eltern werden durch weboptimierte, auf Werbegewinn ausgerichtete Internetseiten und selbsternannte Impfexperten stark verunsichert, ob Impfungen sinnvoll sind oder nicht. Seriöse Institutionen wie Gesundheitsministerien und Forschungseinrichtungen haben nicht die nötigen Mittel, um ihre eigenen Internetseiten technisch zu pushen, und werden daher von den besorgten Eltern nicht gefunden. In diesem Beitrag will unser Ärzteteam dich aus medizinischer Sicht aufklären.

Wir sind Ärzte, haben selber Kinder und impfen aus Überzeugung

Impfungen sind die größte Errungenschaft in der präventiven Medizin. Die Pocken konnten ausgerottet und die Kinderlähmung auf weltweit wenige Fälle eingedämmt werden. Europa ist seit 2002 poliofrei (Kinderlähmung). Durch Impfungen konnten tausende Infektionserkrankungen in Europa verhindert und damit viele kleine Leben gerettet werden.

Die größten Errungenschaften durch Impfungen

Du kennst wahrscheinlich keinerlei Kinder mit einer Masern,Mumps oder Röteln – Infektion

Wir sehen heute bei uns kaum noch Masern-Mumps-Rötelnepidemien dank groß angelegter Gratis-Impfaktionen . In Ländern, in denen nicht oder zu wenig geimpft wird, sterben nach WHO-Berechnungen täglich 400 Kinder an Masern.

Gehirnhautentzündungen durch Impfung fast zu 100 % verhindern

Heute sehen wir so gut wie keine Hämophilus Influenzae Gehirnhautentzündungen, sogar Diphterie-Erkrankungen konnten zurückgedrängt werden.

Pneumokokken-Infektionen stark reduziert

Dank unzähliger Impfungen kam es in den letzten Jahren zur starken Reduktion der Pneumokokkenerkrankungen (Lungenentzündung und Blutvergiftungen)  bei Kindern – durch den Nebeneffekt des Herdenschutzes konnte man diese positive Entwicklung auch bei den älteren Mitmenschen feststellen.

Rotaviren haben es schwer

Gerade, was Säuglinge betrifft, darf die Menschheit auf die deutliche Reduktion der krankenhauspflichtigen, durch Rotaviren bedingten schweren Durchfälle stolz sein.

Unsere Kinder können entspannt in der Wiese spielen

Zecken lauern überall. Durch Zeckenimpfungen (FSME) kam es zur deutlichen Reduktion der FSME – induzierten Gehirnhautentzündungen. Innerhalb von 15 Jahren konnten so 6.000 FSME-Erkrankungen in Österreich verhindert werden.

Gebärmutterhalskrebs bei unseren eigenen Kindern? Nein, danke!

In der nächsten Generation kommt es zur Reduktion von Krebshäufigkeiten dank zweier Impfungen. Durch die Hepatitis B- Impfung kommt es zur Reduktion von Leberzellkrebs und durch HPV- Impfungen vor dem ersten Geschlechtsverkehr zur deutlichen Reduktion von Gebärmutterhalskarzinomen.

Tetanus-Infektionen müssen nicht sein

Wir finden hier in Mitteleuropa bei unseren kleinsten Mitbürgern so gut wie keinen Säuglingstetanus mehr, dafür aber immer wieder das Auftreten von Alterstetanus nach Verletzungen infolge mangelnder Impfungen im höheren Alter.

Wusstest du…?

Im Lotto zu gewinnen ist 1,5 mal wahrscheinlicher als an einer Impfung zu sterben.

Du spielst gerne Lotto? Wir müssen dir leider mitteilen, dass dein Geld anderswo besser aufgehoben wäre. Mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 zu 13,9 Millionen errätst Du alle sechs Richtigen. Übrigens: Der Tod durch eine Impfung ist nochmals um 50% unwahrscheinlicher, als einmal im Lotto zu gewinnen.

Das Ersticken deiner Kinder ist gar nicht so unwahrscheinlich, wie man glauben könnte. Eine Impfkomplikation aber schon.

Ersticken stellt die häufigste Todesursache bei Kindern dar. Eines von 250.000 Kindern erstickt durch das Verschlucken von Kleinteilen – meist im eigenen Zuhause. Es ist also 80 Mal wahrscheinlicher, dass deine Kinder heuer ersticken, als bei der nächsten Impfung vom Schicksal getroffen zu werden.

Impfungen sind rund 10mal sicherer, als in ein Flugzeug zu steigen

Ein Flugzeugabsturz ist sehr unwahrscheinlich. Einer von 2,2 Millionen Menschen stirbt derzeit bei einem Flugzeugabsturz. Im Vergleich dazu stirbt ein Mensch von ca. 15.000 im Straßenverkehr pro Jahr. Durch Impfungen kommt heutzutage nur ein Mensch auf 20 Millionen abgegebene Impfstoffdosen zu Tode und nicht einmal das sind eindeutig der Impfung zuschreibbare Todesfälle (vgl. Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz 2007 • 50:1404–1417)

So viele Tote werden weltweit durch Impfungen jährlich verhindert

  • Schafblattern: ca. 58.000
  • Diphterie/Echter Krupp ca. 60.000
  • Wundstarrkrampf: ca. 862.000
  • Keuchhusten: ca. 600.000
  • H. influenzae B: ca. 287.000
  • Hepatitis B: ca. 1.1 Millionen
  • Masern: ca. 1,1 Millionen
  • Kinderlähmung: ca. 650.000

Vgl.: J.Ehreth The global value of vaccination Vaccine 2003;21:596-600

In Summe werden jährlich fast 6 Millionen Menschenleben weltweit dank Impfungen gerettet. Worauf wartest du also bei deinen eigenen Kindern?

Deine Kinder haben ein Recht auf die beste Gesundheitsversorgung

Seit der UN-Konvention 1989 haben deine Kinder das Recht auf die beste Gesundheitsversorgung. Dazu gehört auch der Schutz vor Erkrankungen, die durch Impfung vermeidbar sind. Den Eltern obliegt es, die Schutzimpfungen bei ihren Kindern vornehmen zu lassen.

Wir geben Impfgegnern auch Recht: Ein ganz geringes Restrisiko bleibt

In der Medizin muss man Nutzen und Risiko gut abwägen. So auch bei Impfungen. Selbst in einer Million Jahre werden Flieger vom Himmel fallen und Menschen von Kokosnüssen tödlich getroffen werden. Durch Innovationen in Technik und Medizin wird zwar unser Leben immer sicherer, doch ein Restrisiko bleibt. Doch wenn du dich nicht vor dem Autofahren oder Fliegen mit Flugzeugen fürchtest, dann hast du auch keinen Grund, dich vor Impfungen zu fürchten.

Wovor du dich bei deinen eigenen Kindern statistisch eher fürchten solltest

Kinder ersticken, ertrinken und werden von Bienen gestochen. Schon der nächste Bienenstich kann daher auf Grund einer plötzlich auftretenden Allergie tödlich enden. Diese Dinge stehen Gott sei Dank nicht auf der Tagesordnung, sind aber tausende Male wahrscheinlicher als eine Impfkomplikation.

Wir empfehlen dir daher, alle zwei Jahre einen Kindernotfallkurs für Eltern und Großeltern zu absolvieren, um für den Fall, dass dein eigenes Kind wirklich einmal zu ersticken droht, stark blutet, eine Biene verschluckt hat oder vom Auto angefahren wurde, gerüstet zu sein. Hier zählt dann jede Sekunde, richtig zu handeln und die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes richtig zu nutzen. Nur so kannst du deine Kinder vor einem anhaltenden Hirn-Schaden durch Sauerstoffmangel schützen.

Foto: Konstantin Yuganov – fotolia.com

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